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14. November 2019, 06:37 UHR |

Presseinformation: Die ersten ihrer Art: „Simulationstrainings“ im Studiengang Soziale Arbeit

IUBH untersucht, wie Simulationen die Ausbildung künftiger Sozialarbeiter verbessern können

Der Stifterverband der deutschen Wissenschaft hat heute seine Förderung für das Forschungsprojekt „Simulation als Theorie-Praxis-Transfer: Professionalitätsentwicklung im Studium der Sozialen Arbeit (SimPSon)“ an der IUBH Internationalen Hochschule bekannt gegeben. Das mit einer Förderung von 30.000 Euro dotierte Projekt wird – erstmalig im deutschsprachigen Raum – ab Januar 2020 erforschen, wie Simulationstrainings dabei helfen können, Studierende aus der Sozialen Arbeit möglichst realitäts- und praxisnah auszubilden.

Die Simulation bildet für den Ernstfall aus

„Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter treffen täglich hochrisikohafte Entscheidungen, die Konsequenzen im Leben der Adressaten haben“, so die Studienleiter Prof. Dr. Nikolaus Meyer, Professor für Soziale Arbeit, und Dr. Immanuel Ulrich, Dozent für Hochschuldidaktik & Psychologie. Fehlentscheidungen könnten dabei tragische Auswirkungen haben, im schlimmsten Fall sogar den Tod von Klienten. Das Projekt untersucht daher erstmalig, wie Hochschulen Simulationen in den Unterricht angehender Sozialarbeiter implementieren können. „Die Simulation ermöglicht es – im Gegensatz zu etablierten Lehrmethoden wie Plan- und Rollenspielen – Studierende zu reflektierten Praktikern auszubilden, da keine Absprachen im Vorfeld getroffen werden können und die Situationen sich wie in der Realität dynamisch, je nach Grad der professionellen Entscheidungen der Studierenden, entwickeln.“

Der Vorlesungsraum wird zum Modellwohnzimmer

In den kommenden Monaten werden am IUBH Campus in Frankfurt eine Muster-Wohnung und -Büro hergerichtet. In diesem realistischen Setting können Studierende die Eigensicherung bei Hausbesuchen, den Umgang mit hochaggressiven und gewaltbereiten Adressaten im eigenen Büro ebenso wie Deeskalationsstrategien bei verbaler Gewalt in Hausbesuchen oder stationären Wohnformen trainieren. Ebenso lassen sich Elterngespräche in frühpädagogischen Einrichtungen beim Verdacht auf Entwicklungsverzögerungen oder die Gestaltung von Erstkontakten in der aufsuchenden Arbeit simulieren.

„Hochschuldidaktik im Studium der Sozialen Arbeit muss dazu beitragen, dass die Absolventen Wissen und entsprechende Handlungskompetenzen ausprägen, um auf die komplexen Alltagssituationen vorbereitet zu sein und die Häufigkeit von Fehlentscheidungen zu minimieren“, so Ulrich. Bewährt sich das Simulationstraining im Projektverlauf, so wird diese spezifische Trainingsform langfristig in den Studiengang Soziale Arbeit integriert sowie in weitere Studiengänge der IUBH implementiert.

Bildmaterial:
Prof. Dr. Nikolas Meyer_CR: IUBH
Dr.  Immanuel Ulrich_CR:IUBH
Bilddatenbank IUBH Internationale Hochschule

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