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16. September 2020, 05:51 UHR |

Reiselust trotz Corona: IUBH und ADAC veröffentlichen Studie

Umfrage in Hessen und Thüringen zum Reiseverhalten in der Krise

  • Über 60 Prozent der Befragten planen Urlaub noch in diesem Jahr
  • 44 Prozent möchten ins europäischen Ausland reisen

Die Sehnsucht nach Urlaub ist auch in Pandemiezeiten ungebrochen. Laut einer aktuellen Studie der IUBH Internationalen Hochschule mit dem ADAC Hessen-Thüringen unter über 2.500 ADAC Kunden und Mitgliedern verspürt fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer große bis sehr große Reiselust. Über 60 Prozent planen noch in diesem Jahr zu verreisen. Über 63 Prozent mussten in diesem Jahr bereits ihre Reise stornieren oder umbuchen.

 

Das Auto ist das beliebteste Verkehrsmittel

Nicht Deutschland, sondern das europäische Ausland steht auf Platz eins der Reisepläne: Rund 44 Prozent zieht es zu unseren europäischen Nachbarn, 40 Prozent bevorzugen Deutschland als Reiseziel. Das Auto ist hierbei das beliebteste Verkehrsmittel: knapp über 60 Prozent möchten mit dem PKW verreisen. Das Flugzeug landet mit nur 16 Prozent auf Platz zwei. Knapp dahinter das Wohnmobil mit rund 10 Prozent. Als Unterkunft sind Ferienhäuser und -wohnungen beliebt (45 Prozent), gefolgt von Hotels (36 Prozent).

 

Persönliche Beratung gefragt: Rund ein Drittel bucht am liebsten im Reisebüro

Auch wenn die Befragten der Online-Umfrage gerne im Netz unterwegs sind: rund 30 Prozent bevorzugen als Buchungsweg für ihren Urlaub das Reisebüro, etwa gleich viele buchen über ein Reiseportal bzw. direkt bei der Unterkunft. Die beliebteste Beratungsform im Reisebüro ist mit Abstand das persönliche Gespräch (57 Prozent), Online-Beratung und Telefonie hingegen weniger. Die Corona-Pandemie hat den Wunsch nach Zusatzleistungen gestärkt: Etwa 30 Prozent der befragten Teilnehmer würden jetzt eher eine Reiserücktrittsversicherung, Auslandskrankenversicherung oder weitere Schutzleistungen wie Krankenrücktransport dazu buchen.

 

Kompetente Beratung und schnelle Informationen zu Reisewarnungen gewünscht

Vom Reisebüro wünschen sich fast 50 Prozent der Befragten in der momentanen Situation vor allem sofortige Benachrichtigungen bei Reisewarnungen bzw. geänderten Einreisebestimmungen. Weiterhin möchten etwa 36 Prozent der Kunden umfassende Informationen zum Thema Sicherheit im gewünschten Zielgebiet.  "Die Ergebnisse zeigen, dass stationäre Reisebüros gegenüber Online-Reisebüros mit einer kompetenten und persönlichen Beratung punkten können," so Studienleiter Prof. Dr. Peter Neumann,

 

Zur Studie:

Der ADAC Hessen-Thüringen ist Projektpartner des Hochschulprojekts „#Umdenken im Tourismus - Chancen in der Krise“ der IUBH Internationalen Hochschule. In den verschiedenen bundesweiten Projektgruppen werden kreative Ideen entwickelt, damit Tourismusbetriebe Wege aus der Corona-Krise finden können. Die Lösungsansätze erarbeiten duale Studierende zusammen mit den Praxispartnern und ihren ProfessorInnen. Im Rahmen des Projekts wurde in Kooperation mit dem ADAC Hessen-Thüringen eine Online Befragung zum Reiseverhalten der ADAC Kunden und Mitglieder in Hessen und Thüringen durchgeführt. Die Online-Befragung fand von 16. bis 25. Juli 2020 statt, teilgenommen haben 2.629 Personen. Die Auswertung erfolgte durch die IUBH. Weitere Informationen: www.umdenken-im-tourismus.de

 

 

 

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