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16. Juli 2019, 21:42 UHR |

Presseinformation: Trotz Brexit und Sonderzöllen: Stimmung unter deutschen Finanzchefs gut

„CFO-Monitor“ ermittelt Stimmung unter wichtigen Finanzentscheidern in Deutschland

Die Deutsche Bank verkündet Stellenabbau, der Bund senkt die Wirtschaftswachstumsprognose, der Ausgang des Brexits bleibt ungewiss – und dennoch: 90% der deutschen Finanzchefs bewerten die aktuelle Lage ihres Unternehmens als gut. Zu diesem Ergebnis kommt das Forschungsprojekt „CFO-Monitor“, mit dem die IUBH Internationale Hochschule künftig alle sechs Monate ein Stimmungsbarometer unter den Chief Financial Officers (CFO) mittelständischer und großer Unternehmen in Deutschland erstellt. Die erste Studie mit rund 250 Teilnehmern zeigt: Ihre größte Herausforderung sehen die Finanzentscheider nicht in der aktuellen Konjunkturentwicklung, sondern im Fachkräftemangel. Und trotz Zufriedenheit am Arbeitsplatz kann sich über die Hälfte vorstellen, in den nächsten Monaten einen neuen Job anzutreten.

CFO-Stimmungslage als wichtiger Indikator der wirtschaftlichen Entwicklung
Das neue Forschungsprojekt der IUBH soll einen Beitrag für Konjunkturprognosen in Deutschland leisten: „Finanzentscheider verantworten häufig zentrale Bereiche wie Controlling, Treasury, Risikomanagement und nicht zuletzt den Personalbereich“, so Prof. Dr. Silke Jütte und Prof. Dr. Arne Schulke von der IUBH und Initiatoren des CFO-Monitors. „Ihre Einstellung hat unmittelbaren Einfluss auf die Investitionstätigkeit und die Personalentwicklung von Unternehmen – und damit in aggregierter Sicht der deutschen Volkswirtschaft.“ Die wichtigsten Ergebnisse der ersten Auflage des CFO-Monitors lauten:

Die Stimmung ist gut: Rund 90% der Befragten bewerten die Umsatzlage ihres Unternehmens als „sehr gut“ bis zumindest „eher gut“. Bei der Ertragslage sind dies immerhin noch rund 86%.

Erwartete Umsatz- und Gewinnentwicklung: Bezüglich der Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate zeichnen die befragten Finanzchefs ein positives Bild. Insgesamt 74% bzw. 73% zeigen sich zuversichtlich bezüglich der erwarteten Umsatz- und Gewinnentwicklung. Aktuelle Wirtschaftsthemen wie Sonderzölle, Iran, Brexit etc. bringen CFOs in der Mehrheit nicht um den Schlaf.

Wichtige Themen: Meistgenanntes neues Thema auf der strategischen Agenda der CFOs sind technologische Entwicklungen, die dem Überbegriff „Digitalisierung“ zugeschrieben werden können. Daneben stehen personalbezogene Themen weit vorne, insbesondere unter dem Schlagwort „Fachkräftemangel“ – mit besonders hohem Ausschlag im Dienstleistungs-Sektor.

Auch bei der Risikoeinschätzung liegt das Thema Fachkräftemangel vorne. „Bei der gegebenen demographischen Entwicklung sehen wir daher die Frage um einen ausreichenden und bürokratisch unkomplizierten Fachkräftezuzug aus dem Ausland als dringliches politisches Handlungsfeld“, so Schulke und Jütte.

Arbeitnehmerzufriedenheit: Trotz mehrheitlich hoher bis sehr hoher Zufriedenheit mit dem eigenen Job können sich mehr als 50% der Befragten vorstellen, in den nächsten zwölf Monaten den Arbeitgeber zu wechseln. Rund 8% der Befragten haben dies sogar fest vor. Mehr als die Hälfte der Befragten kann sich zudem vorstellen, innerhalb der nächsten fünf Jahre den eigenen Chef zu beerben.

Einschätzung zu Brexit-Folgen: Bei der Frage nach der erwarteten Brexit-Variante lautet die meistgenannte Antwort „No Deal“. Hierbei erwarten die meisten CFOs massive negative wirtschaftliche Folgen für die britische Wirtschaft.

Der erste CFO-Monitor steht ab 17. Juli zum Download bereit
Die erste Auflage des CFO-Monitors, der gemeinsam von der IUBH und der Mittelstandsberatung Allfoye als Kooperationspartner finanziell gefördert wird, kann ab dem 17. Juli 2019 unter www.cfo-monitor.de oder www.iubh-university.de/publikationen/ heruntergeladen werden. Jede Ausgabe des Monitors beschäftigt sich neben den „Top Ten“-Fragen zu Geschäftslage, Strategien und Risikobewertung mit einem Sonderthema, das die Teilnehmer im Vorhinein selbst bestimmen können – in der ersten Auflage wurde die Einschätzung zum Thema Brexit erhoben.

Gern stellen wir den Kontakt zu Prof. Dr. Silke Jütte oder Prof. Dr. Arne Schulke her.

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